QR-DE-Filsø-Fra landbrug til ny natur

Von Landwirtschaft zu neuer Natur

Der See Filsø wird entwässert

Ab dem Jahr 1852 und bis in die Zeit nach dem 2. Weltkrieg wurde der See Filsø stufenweise entwässert, damit er zu landwirtschaftlich genutztem Boden werden konnte.

Anfangs wollte man einige Flächen schaffen, die für die Mahd genutzt werden konnten, später begann man auch damit, verschiedene Dinge anzupflanzen, u.a. Getreide, Ackergras und Kartoffeln.

1950 wurden die Getreidetrocknungsanlage und die großen Scheunen gebaut, die damals die größten Landwirtschaftsgebäude Nordeuropas waren. Filsø wurde zu einer hochmodernen Landwirtschaft und war eine der größten Betriebe in Dänemark mit bewirtschafteten 1.200 Hektar.

Die Landgewinnungs-Bewegung

In der Mitte des 19. Jahrhunderts begann man in Dänemark mit Landgewinnung.

Der Wunsch nach mehr Landwirtschaftsflächen, sicherer Lebensmittelversorgung und mehr Beschäftigung ermöglichte den Erhalt von staatlicher Finanzhilfe für Landgewinnungsprojekte. Wechselnde Gesetzgebung gab die Möglichkeit für z.B. die Entwässerung von Seen, Drainage von Feuchtgebieten und die Eindeichung von küstennahen Gebieten.

Bis zum Ende der 1960er veränderte die Landkarte von Dänemark sich drastisch. Damals war das letzte große Projekt, die Begradigung des Flusses Skjern Å, der Schlusspunkt der Landgewinnung.

Der neue See Filsø wurde geschaffen

2010 verkaufte die Aktiengesellschaft, der Filsø gehörte, den gesamten Besitz über 2.300 ha an die Stiftung Aage V. Jensen Naturfond, die eine Renaturierung des Sees Filsø plante.

In Verbindung mit der Renaturierung des Sees Filsø wurden die Gebäude abgerissen, da sie keine Funktion mehr hatten. Auch wurden eine Schweine-Farm und 4 Gülletanks entfernt. Sie lagen am Weg Dæmningsvejen, ca. ½ km westlich des Punktes, an dem Sie sich jetzt befinden.

Das Abbruchmaterial wurde als Füllmaterial für Wege genutzt. Nur die Waage gibt es heute noch.

Fakten:

  • Es gab ca. 70 km Gräben und Entwässerungskanäle auf der landwirtschaftlich genutzten Fläche
  • Es gab ca. 40 km Wege auf der landwirtschaftlich genutzten Fläche
  • Es lagen ca. 600 km Drainagerohre in der landwirtschaftlich genutzten Fläche